Die Krippe in der St. Antoniuskirche

Auch wenn die St. Antoniuskirche in Queidersbach sich eher "schmucklos" präsentiert im Gegensatz zu vielen anderen Krchen - besonders im bayrischen Raum: Einmal im Jahr - nämlich zur Weihnachtszeit - präsentiert sie sich in besonders festlichem Glanz.

Auch wenn die St. Antoniuskirche in Queidersbach sich eher "schmucklos" präsentiert im Gegensatz zu vielen anderen Krchen - besonders im bayrischen Raum: Einmal im Jahr - nämlich zur Weihnachtszeit - präsentiert sie sich in besonders festlichem Glanz.

Geschichte

 

Meist wenn die zweite Kerze am großen Adventskranz brennt, der von der hohen Decke der Kirche herabhängt, geht es los: Dann herrscht im vorderen Teil der Kirche geschäftiges Treiben. Viele Helfer schleppen unzählige Bauteile, Wurzeln, Moos usw. heran. In den Tagen bis zum heiligen Abend entsteht dann Jahr für Jahr eine ganz individuelle Krippenlandschaft.

Kurz vor dem Heiligen Abend wird dann die Krippe noch mit kleinen Tannenbäumen umrahmt, und der große Weihnachtsbaum wird aufgestellt und geschmückt (früher waren es zwei große Bäume).
Zu Weihnachten 2013/2014 kam dann noch ein großer leuchtender Stern dazu, der über dem Altar von der Decker herabhängt.

Das Ganze erstrahlt dann erstmals am Heiligen Abend und kann dann nach alter Tradition bis einschließlich Maria Lichtmess am 2. Februar besichtigt werden.

Dabei hat die Krippe ihr Aussehen im Laufe der Jahre sehr häufig verändert. Anfang der 80ger Jahre stand die Krippe in Blickrichtung Altar auf der linken Seite in der Kirche. Jahr für Jahr entstand dort ein hoher, sehr imposanter Krippenbau. Jedoch das Grundaussehen der Krippe veränderte sich in den Jahren nicht wesentlich.

Eine grundlegende Änderung erfolgte erst Ende der 80ger/ Anfang der 90ger Jahr. Da wanderte die Krippe von ihrem bisher angestammten Platz leicht ab - mehr nach links in Richtung der Seitenkapelle. Seit dem änderte sie jedes Jahr grundlegend ihr Erscheinungsbild - es entstand immer eine ganz andere Krippenlandschaft.

Eine zweite Grundlegende Änderung erfolgte dann Anfang der 2000er Jahre: Da wanderte die Krippe komplett ab - auf die rechte Seite vom Altar aus gesehen. Auch die bisherige Praxis dass zwei große Weihnachtsbäume im Altarraum stehen wurde aufgegeben. Stattdessen stand ein großer Baum auf dem bisherigen Krippenstandort (links).

Die Krippenlandschaft an sich veränderte sich dann nochmals stark. Sie wurde mehr und mehr flach gebaut. In den letzten Jahren wurde die Landschaft auch leider immer kleiner. Sie verändert auch kaum noch ihr Aussehen, was sehr schade ist angesichts der großen Beliebtheit die die Krippe in den früheren Jahren gewonnen hatte.

Wesentliche Bestandteile der Krippe

 

Einige Elemente gehören Jahr für Jahr zur Krippe dazu. Da wäre zum einen eine Stadtmauer aus Holz gebaut. Sie besteht aus drei Segmenten und soll vermutlich die Stadtmauer von Bethlehem darstellen. In früheren Zeiten gehörte noch ein Haus - vermutlich ein Tempel zu der Stadtkulisse. Leider wird dieser Tempel seit vielen Jahren nicht mehr aufgebaut.

Weiterer fester Bestandteil ist eine kleine Kirche, die auch ein Unikat ist. Sie schaltet sich mit der Krippe ein. Dann ist ein Glockenspiel zu hören. Im Turm des Kirchleins ist unten ein Engel zu sehen, der das Glockenseil zieht. Im oberen Teil schwingt dann auch tatsächlich ein Glöckchen. Des weiteren öffnet sich die Flügeltür des Kirchenschiffs und ein Engel kommt aus der Kirche. Dieser bleibt vor der Kirche stehen, segnet den Betrachter und fährt dann zurück in das Kirchenschiff.

Wasser gehört auch fest zur Krippe. Früher wurden Bachläufe bzw, kleine Wasserfälle in die Landschaft gebaut. Ein See gehört auch dazu in dem Goldfische schwimmen.

Und natürlich gehört eine aus Wurzeln zusammengebaute Geburtsgrotte zum Landschaftsbild.

Diese Elemente sind immer fester Bestandteil der Krippenlandschaft und werden jedes Jahr neu in eine Landschaft mit Moos, Wurzeln, Sand, Bäumchen usw. eingebaut.

Die Technik

 

Technisch ist die Krippe auch ein Besonderheit: Wirft man eine Münze in die Kasse der Krippe, schaltet sich Licht, Musik und Wasser ein. Die kleine Kirche beginnt zu läuten und durch die kleine Kirchentür kommt ein Engelchen rausgefahren, segnet die Betrachter und fährt wieder in die Kirche. Nach etwa einer Minute schaltet sich dann Wasser und Licht sowie die Musik wieder ab.

Leider ist auch die Technik in die Jahre gekommen. Früher konnten Wasser und Licht getrennt gesteuert werden. Dies ist nun nicht mehr möglich. Auch ist die Schaltzeit recht kurz. In früheren Zeiten gab es auch auf dieser Krippe das berühmte "Schnäppermännchen". Aber hier wie in vielen anderen Kirchen ist das kleine Männchen leider verschwunden und wurde durch eine schmucklose Kasse ersetzt.

Alles in allem ist der Krippenbau in einer solch großen Dimension natürlich eine größere Herausforderung und weitaus mehr Arbeit als eine kleine "Wohnzimmerkrippe". Deshalb kann man jedes Jahr aufs Neue froh und dankbar sein, dass sich Freiwillige zusammen finden und diese Arbeit auf sich nehmen.