Deutscher Wetterdienst

Wetter- und Warnlage für Deutschland

ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbach
am Montag, 26.01.26, 12:06 Uhr


Teils hochwinterlich! Von der Mitte bis in den Norden teils kräftiger
Schneefall, nachts nachlassend, verbreitet Glätte. Dienstag von Westen
Regen, teils gefrierend. 


Wetter- und Warnlage:
Ein kleines, aber sehr wetterwirksames Tief zieht heute unter Einbeziehung
feucht-kalter Luftmassen über den Osten in Richtung Ostsee. Dabei kommt es
vielerorts zu winterlichen Wettererscheinungen meist in Form von Schnee.

GLÄTTE/GLATTEIS:
Heute tagsüber vor allem im Norden und Nordosten lokal gefrierender
Sprühregen mit markanter Glätte nicht ausgeschlossen. Ansonsten zunächst
z.T. noch Restglätte aus der vergangenen Nacht, mit steigenden
Tagestemperaturen aber allmähliche Entspannung.   

In der Nacht zum Dienstag im Norden und Nordosten gebietsweise, sonst
vereinzelt gefrierender Sprühregen mit Glätte nicht ausgeschlossen. Zudem
vielerorts Gefahr gefrierender Nässe.

Ab Dienstagnachmittag teils bis in den Mittwoch andauernd in den westlichen
und südwestlichen Mittelgebirgen sowie im zentralen Mittelgebirgsraum
Gefahr von gefrierendem Regen oder Sprühregen mit Glatteis! Gebietsweise
UNWETTER nicht ausgeschlossen.   

SCHNEE (örtlich UNWETTER):
Heute in einem großen Bogen vom Norden über Teile von NRW und Hessen bis
zu den ostbayerischen Mittelgebirgen weitere Schneefälle, nur allmählich
nachlassend. Bis zum Abend bzw. in die Nacht zum Dienstag häufig 1 bis 5
cm, von Osthessen über Unterfranken bis nach Ostbayern gebietsweise 5 bis
10 cm, lokal bis 15 cm Neuschnee. Auch in Ostholstein streckenweise 5 bis
10 cm Neuschnee innert 12 h. Dort sehr nasser Schnee und Gefahr von
Schneebruch. Durch den Wind zudem Gefahr für Oberleitungen.

In der Nacht zum Dienstag weiter nachlassender Schneefall. Vornehmlich von
Südbrandenburg bis nach Sachsen und in Richtung Bayerischer Wald noch
geringe Neuschneezuwächse.

FROST:
Heute regional leichter Dauerfrost, vornehmlich in den
Dauerschneefallregionen und in den Mittelgebirgen.

In der Nacht zum Dienstag abseits der Küsten verbreitet Frost zwischen 0
und -5 Grad. In einigen Mittelgebirgslagen und in Alpennähe auch mäßiger
Frost zwischen -5 und -9 Grad.

WIND:
Heute im Küstenumfeld frischer Nordostwind mit steifen bis stürmischen
Böen 7-8 Bft (55 bis 70 km/h), bis zum Abend allmählich nachlassend.  

In der Nacht zum Dienstag nur an exponierten Küstenabschnitten noch steife
Böen 7 Bft. 


Detaillierter Wetterablauf:
Heute bedeckt und vor allem von der Mitte bis in den Norden teils kräftige
Schneefälle, im Osten und Nordosten vereinzelt auch gefrierender
Sprühregen. Im Süden in tieferen Lagen örtlich Regen. Im Dauerschneefall
und in höheren Mittelgebirgslagen leichter Dauerfrost, sonst 1 bis 4 Grad,
im Südwesten 3 bis 7 Grad. Schwacher bis mäßiger, an der See frischer
Wind. Im Süden aus West, im Norden aus Ost. An der See teils stürmisch,
nachmittags nachlassend.
In der Nacht zum Dienstag bedeckt und bevorzugt von Schleswig-Holstein und
Mecklenburg-Vorpommern bis zur bayerischen Donau zeitweise Schneefall,
nachlassend. Sonst kaum noch Niederschläge, im Süden größere
Auflockerungen. Gebietsweise Glätte durch Überfrieren. Abgesehen von den
Küsten verbreitet Frost zwischen 0 und -5 Grad, am Alpenrand bis -9 Grad.


Am Dienstag südlich der Donau teils länger sonnig. Sonst überwiegend
stark bewölkt oder bedeckt und im Osten letzte Schneeflocken. In der
zweiten Tageshälfte von Südwesten aufkommender Regenfälle, bis zum Abend
die Mitte erreichend. Vor allem in den Mittelgebirgen Glatteisgefahr.
Höchstwerte 0 bis 7 Grad, mit den höchsten Werten am Oberrhein.
Schwacher, im Westen und Nordwesten mäßiger, an der Nordsee und im
Bergland stark böiger Wind aus Süd bis Ost.
In der Nacht in der Westhälfte und über der Mitte weitere Niederschläge,
im Westen und Südwesten Regen, im Nordwesten Schnee, über der Mitte und
in den Mittelgebirgen teils Schnee, teils gefrierender Regen. Im Rest des
Landes oft niederschlagsfrei. Tiefstwerte im west- und südwestdeutschen
Tiefland 3 bis 0 Grad, sonst frostig mit 0 bis -4 Grad. An der Nordsee
Windböen aus Ost, über der See stürmisch.


Am Mittwoch oft bedeckt. Im Nordosten und Südosten überwiegend
niederschlagsfrei, sonst gebietsweise Niederschläge, in tiefen Lagen des
Westens und Südwestens meist als Regen, sonst häufig als Schnee. Im
Bergland gefrierender Regen möglich. Erwärmung auf 0 bis 2 Grad im Norden
und Osten, sonst 2 bis 6 Grad. Schwacher, im Norden auch mäßiger Wind,
vornehmlich aus östlichen Richtungen. An der See Windböen, exponiert
stürmisch.
In der Nacht zum Donnerstag im Nordosten trocken, sonst gebietsweise
weitere Niederschläge, teils als Regen, teils als Schnee. Glättegefahr.
Frostfrei entlang des Rheins. Sonst oft frostig mit 0 bis -4 Grad.


Am Donnerstag überwiegend bedeckt und gebietsweise Niederschläge, in
tiefen Lagen des Westens und Südwestens als Regen, sonst oft als Schnee.
Im Nordosten weitgehend trocken. Höchstwerte um 0 Grad in der
Nordosthälfte, sonst 2 bis 7 Grad. Im Norden mäßiger, an der See
frischer Ostwind, mit starken bis stürmischen Böen. Sonst schwachwindig.
In der Nacht zum Freitag nachlassende Niederschläge, im Süden und
Südwesten Auflockerungen. Tiefstwerte zwischen +1 und -5 Grad.


Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach, Dipl.-Met. Tobias Reinartz