Deutscher Wetterdienst

Wetter- und Warnlage für Deutschland

ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbach
am Donnerstag, 05.12.19, 14:00 Uhr


Am Vormittag vielerorts weiter leichter Frost, örtlich Glätte und
gebietsweise Nebel. Tagsüber im Nordwesten Wolkenaufzug, sonst nach Nebel
teils sonnig, an den Küsten zunehmend windig. 


Wetter- und Warnlage:
Der Hochdruckeinfluss schwächt sich allmählich ab. Ein erster schwacher
Tiefausläufer streift im Tagesverlauf den äußersten Norden Deutschlands.
 

FROST/GLÄTTE:
Bis in den Vormittag hinein - außer im Norden - erneut recht verbreitet
leichter, in Senken- und Muldenlagen sowie in einigen Mittelgebirgs- und
Alpentälern örtlich auch mäßiger Frost. Zudem stellenweise Glätte.
In der Nacht zum Freitag im Süden und in der Mitte erneut leichter,
südlich des Mains in ungünstigen Lagen auch mäßiger Frost.
 
NEBEL:
Heute Früh und am Vormittag außer im Norden gebietsweise dichter Nebel.
In der Nacht zum Freitag bevorzugt in der Südhälfte erneut örtlich
Nebel.

WIND:
In Südostsachsen, vor allem im Elb- und Neißetal, lebhafter Südostwind
mit Böen um 55 km/h.
Ab dem Nachmittag im Norden sowie in den Gipfellagen der Mittelgebirge
auffrischender Südwestwind, im Nordseeumfeld zum Abend hin erste steife
bis stürmische Böen (Bft 7 bis 8).
In der Nacht zum Freitag zunehmender Südwestwind. An den Küsten sowie in
den Gipfellagen der nördlichen und zentralen Mittelgebirge stürmische
Böen und Sturmböen (Bft 8 bis 9). Über der offenen Nordsee, in
Nordfriesland und auf dem Brocken vorübergehend schwere Sturmböen (Bft
10), orkanartige Böen (Bft 11) nicht ausgeschlossen. Im angrenzenden
Binnenland Norddeutschlands dann steife und in freien Lagen stürmische
Böen.



Detaillierter Wetterablauf:
Heute Vormittag im äußersten Norden und Nordosten viele Wolken. Sonst
meist gering bewölkt oder klar, teils aber dichter Nebel und Hochnebel. Im
Tagesverlauf von Nordwesten zunehmende Bewölkung, allmählich bis zu einer
Linie Niederrhein - Mecklenburg ausgreifend. Dabei aber bis zum Abend noch
weitgehend trocken. Sonst nach teils zögernder Nebelauflösung oft sonnig,
gebietsweise aber auch beständig neblig trüb. Höchsttemperatur je nach
Sonnenschein 0 bis 6 Grad, in Küstennähe sowie in einigen Hochlagen
Süddeutschlands auch darüber, bei beständigem Nebel Dauerfrost. Meist
schwacher Wind aus Ost bis Süd, lediglich in Südostsachsen in Böen
starker Böhmischer Wind. Im Norden auffrischender Südwestwind, abends an
der Nordsee und auf dem Brocken stürmische Böen. 

In der Nacht zum Freitag allmählich weiter südostwärts ausgreifende
Bewölkung und vom Niederrhein bis nach Vorpommern aufkommender leichter
Regen, im westlichen Mittelgebirgsraum in den Morgenstunden lokal mit
Glättegefahr. Sonst länger klar, in Flussniederungen teils dichter Nebel.
Im Nordwesten und Norden unter Wolken 6 bis 0 Grad, sonst 0 bis -8 Grad. Im
Norden lebhafter Südwestwind, an den Küsten und auf den Bergen Sturm- und
schwere Sturmböen. 


Am Freitag von Nordwesten weiteres Ausgreifen der Wolken bis etwa zu einer
Linie Pfalz - Niederlausitz, dabei zeitweise Regen, in einigen
Mittelgebirgstälern gebietsweise gefrierend! Weiter südlich trocken und
nach Nebelauflösung teils wolkig, teils sonnig, in Südostbayern
gebietsweise beständig trüb. Höchstwerte bei 2 Grad im Südosten und bis
8 Grad im Nordwesten. Im Nordseeumfeld sowie an den Alpen bis 10 Grad, bei
Dauernebel 0 Grad. Mit Ausnahme des Südostens mäßiger bis frischer
Südwestwind mit starken, im Küstenumfeld sowie in den Hochlagen der Berge
stürmischen Böen. Direkt an den Küsten Sturm-, auf exponierten
Mittelgebirgsgipfeln schwere Sturmböen. 
In der Nacht zum Samstag allmählich in den Süden und Südosten
vorankommende Wolken, dann meist bedeckt und etwas Regen, im Südosten
örtlich Gefahr von Glatteis! Nur im Nordwesten gebietsweise auflockernde
Bewölkung mit Schauern, kurze Gewitter nicht ausgeschlossen. Tiefstwerte
zwischen 7 Grad im Norden und Nordwesten und -4 Grad in einigen
Alpentälern. Stark böiger, an der See und im Bergland in Böen weiterhin
stürmischer Südwest- bis Westwind, auf exponierten Gipfeln schwere Sturm-
bis orkanartige Böen. 


Am Samstag wechselnd bis stark bewölkt mit einzelnen, teils gewittrigen
Schauern, im äußersten Südosten und in Alpentälern in den Frühstunden
gebietsweise etwas Regen mit Glatteisgefahr. Erwärmung auf 5 Grad im
Südosten und bis 11 Grad entlang des Rheins. Verbreitet mäßiger und in
Böen starker Südwest- bis Westwind. Im Bergland und an der See
Sturmböen, auf exponierten Gipfeln schwere Sturm- bis orkanartige Böen.
Insgesamt allmählich nachlassender Wind. 
In der Nacht zum Sonntag vorübergehend etwas nachlassende
Schauertätigkeit, vor allem im Osten und Süden stellenweise auch
auflockernde Bewölkung. Örtlich Nebel. Später von Nordwesten wieder
dichtere Wolken und dort etwas Regen. Abkühlung auf +6 bis 0 Grad, lokal
leichter Frost. Zunächst noch weiter nachlassender, in der zweiten
Nachthälfte im Westen und Nordwesten wieder zunehmender Südwestwind mit
stürmischen Böen an der Küste. 


Am Sonntag im Südosten noch länger trocken und mitunter aufgelockert,
später auch dort stark bewölkt und allgemein von Westen nach Südosten
ausgreifend neuer Regen. Höchsttemperaturen zwischen 7 und 12 Grad. Im
Tagesverlauf wieder auffrischender Südwestwind mit starken, im Bergland
und an der Küste stürmischen Böen. Auf exponierten Gipfeln teils
orkanartige Böen. 
In der Nacht zum Montag wechselnd bis stark bewölkt und verbreitet
schauerartig verstärkter Regen, Schnee nur in Kammlagen.
Tiefsttemperaturen +6 bis 0 Grad, in Kammlagen leichter Frost und Glätte.
Weiter sehr lebhafter Wind, an den Küsten und im Bergland Sturmböen, in
Gipfellagen orkanartige Böen.  


Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach, Dipl.-Met. Martin Jonas