Deutscher Wetterdienst

Wetter- und Warnlage für Deutschland

ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbach
am Samstag, 10.01.26, 11:05 Uhr


Gebietsweise Schneefall, im Schwarzwald UNWETTER. Im Süden teils markante
Glätte durch überfrierende Nässe. Im Süden starker Südwestwind, an den
Küsten kräftiger Ostwind. In der Nacht zum Sonntag gebietsweise strenger
Frost. 


Wetter- und Warnlage:
Ein Tiefdruckgebiet zieht unter rascher Abschwächung von Franken nach
Tschechien und löst sich auf. Dabei wird die milde Meeresluft über
Südwestdeutschland von der schon im Norden und Osten wirksamen Polarluft
verdrängt. 

SCHNEEFALL (Schwarzwald: UNWETTER):
Heute in der Mitte und im Süden weitere Niederschläge, auch im Südwesten
allmählich bis in tiefe Lagen in Schnee Übergehend. Im Schwarzwald und im
Oberallgäu teils kräftige Schneefälle und Neuschneemengen von 10 bis 30
cm, in Staulagen bis 50 cm bis in die Nacht zum Sonntag (im Schwarzwald
UNWETTER). 
Sonst bis zum Abend meist 1 bis 5 cm Neuschnee, im Bergland gebietsweise
auch bis 10 cm.
Im Nordosten im Tagesverlauf Durchzug einzelner Schneeschauer, aber nur
kleinräumig wenige Zentimeter Neuschnee.

In der Nacht zum Sonntag im Süden und am Erzgebirge noch leichter
Schneefall, zu den Alpen zurückziehend. Dort 5 bis 10 cm Neuschnee, in
exponierten Staulagen der Alpen auch mehr Neuschnee. Sonst nur noch
vereinzelt geringer Schneefall.

SCHNEEVERWEHUNGEN:
Im Norden, vor allem an den Küsten und im angrenzenden Binnenland, anfangs
noch Schneeverwehungen, ab Mittag kaum noch neue Schneeverwehungen.

Im Schwarzwald, in der Schwäbischen Alb und im Allgäu dagegen bis in die
Nacht zum Sonntag zumindest in freien Lagen Schneeverwehungen.

Am Sonntag keine neuen Schneeverwehungen mehr.

WIND/STURM:
Heute im Südwesten und in Teilen Süddeutschlands gebietsweise steife
Böen (Bft 7) aus West bis Südwest, in den Kamm- und Gipfellagen der
süddeutschen Mittelgebirge und der Alpen stürmische Böen bzw. Sturmböen
(Bft 8 bis 9), auf exponierten Gipfeln (Feldberg/Schwarzwald) schwere
Sturmböen (Bft 10).
Nachmittags und abends auch dort abnehmender Wind.
Im Küstenbereich steife bis stürmische Böen aus Nordost zwischen 55 und
70 km/h (Bft 7 bis 8).

In der Nacht zum Sonntag nur noch an der vorpommerschen Ostseeküste steife
Böen aus Nord. 

FROST/GLÄTTE/GLATTEIS:
Heute Im Norden und Osten leichter bis mäßiger Dauerfrost. 
Auch in der Mitte und im Bergland zunehmend frostig. 

In der Nacht zum Sonntag verbreitet mäßiger, vor allem im Norden und
Osten gebietsweise strenger Frost zwischen -6 und -12 Grad, bei Aufklaren
und über Schnee örtlich um oder unter -15 Grad.



Detaillierter Wetterablauf:
Heute im Norden wechselnd bewölkt, im Küstenumfeld sowie im Nordosten
einzelne Schneeschauer. Sonst stark bewölkt, zögerlich sich in die
Südhälfte zurückziehende leichte Schneefälle, in tiefen Lagen anfangs
teils noch Regen. In Staulagen mitunter kräftiger Schneefall, im
Schwarzwald auch ergiebig. In der Südhälfte teils Glätte durch
überfrierende Nässe. Höchstwerte zwischen -7 Grad im Osten und bis +4
Grad im Süden. Im Süden mäßiger, teils stark böiger Westwind. Im
Norden schwacher bis mäßiger Nordostwind, an der Küste stürmische
Böen.
In der Nacht zum Sonntag im Süden und im Erzgebirge stark bewölkt und
zeitweise leichter, an den Alpen teils mäßiger Schneefall, morgens nur
noch an den Alpen. Auch im Osten bei wechselnder Bewölkung einzelne
Schneeschauer, ansonsten meist niederschlagsfrei und gebietsweise
Aufklaren. Tiefstwerte -5 bis -12 Grad, örtlich über Schnee bis -17 Grad.
An den Küsten und am Oberrhein um -2 Grad.


Am Sonntag an den Alpen anfangs noch letzte Flocken, später auch dort
meist trocken und vermehrt auflockernde Bewölkung. Ansonsten heiter bis
wolkig, vor allem im Nordosten und im Westen oftmals sonnig, trocken.
Verbreitet Dauerfrost bei Tageshöchstwerten -7 Grad im Vogtland bzw. in
der Lüneburger Heide und bis +1 Grad in Südbaden sowie an den Küsten. Im
Osten zunächst mäßiger Nordwestwind, sonst schwachwindig.
In der Nacht zum Montag von Westen Bewölkungsverdichtung, später von der
Deutschen Bucht bis zum Schwarzwald aufkommender Schneefall oder
gefrierender Regen mit erheblicher Glatteisgefahr, morgens die mittleren
Landesteile erreichend! Im Osten und Südosten oftmals klar oder gering
bewölkt. Abkühlung auf -4 bis -8 Grad im Nordwesten und Westen, sonst -10
bis -15 Grad, örtlich bei Aufklaren über Schnee auch darunter.


Am Montag in der Südwesthälfte bedeckt, zeit- und gebietsweise Regen, vor
allem zu Beginn und generell an der Ostkante des Niederschlagsgebietes
gefrierender Regen mit hoher Glatteisgefahr (Unwetter), Höchstwerte +1 bis
+9 Grad. In der Nordosthälfte anfangs trocken, später etwas Schnee oder
gefrierender Regen, leichter Dauerfrost bei -5 bis 0 Grad. Auffrischender
Wind aus südlichen Richtungen, im westlichen Bergland und im Umfeld der
Nordsee starke bis stürmische Böen.
In der Nacht zum Dienstag stark bewölkt bis bedeckt, vor allem in der
Osthälfte Niederschläge, teils als Schnee, meist als Regen, teils
gefrierend (UNWETTER). Sonst teils trocken, teils regnerisch. Tiefstwerte
von West nach Ost zwischen +5 Grad und -4 Grad.


Am Dienstag stark bewölkt und gebietsweise Regen, im Osten teils noch
gefrierend mit Glatteisgefahr, im Süden und Südwesten anfangs
gebietsweise etwas Regen, sonst dort meist trocken und örtlich
Auflockerungen. Höchstwerte zwischen 1 Grad im Bayerischen Wald und an der
Oder und 11 Grad am Oberrhein. Schwacher bis mäßiger Wind um Süd.
In der Nacht zum Mittwoch wechselnd bis stark bewölkt gebietsweise weitere
Regenfälle, an der Oder teilweise noch gefrierend mit Glatteisgefahr. Im
Süden meist trocken und gebietsweise Nebel. Tiefstwerte zwischen +6 Grad
im Westen und -3 Grad am Alpenrand.


Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach, M.Sc.-Met. Thore Hansen