Deutscher Wetterdienst

Wetter- und Warnlage für Deutschland

ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbach
am Dienstag, 27.01.26, 16:05 Uhr


Am Nachmittag von Westen aufkommende Niederschläge, teils gefrierend mit
Glatteis, teils Schnee. 


Wetter- und Warnlage:
Nach kurzem Zwischenhocheinfluss greift der Ausläufer eines kleinen
Sturmtiefs über Irland auf Deutschland über, verlagert sich unter
Auflösung langsam ost-nordostwärts. Dabei fließt in den Westen und
Süden vorübergehend milde Atlantikluft ein, während in der
Nordosthälfte weiter trocken kalte Festlandluft das Wetter bestimmt. 

GLÄTTE/GLATTEIS/SCHNEE:
Heute Nachtmittag und Abend im Osten lokal gefrierender Sprühregen oder
Schneegriesel. Dabei Gefahr von Glätte/Glatteis.  

Ansonsten ab dem Abend und in der kommenden Nacht vom Südwesten und Westen
ost-nordostwärts ausgreifende Niederschläge. Dabei bevorzugt in den
orografisch gegliederten Regionen von Hessen Nord- und Südwestbayern sowie
in Teilen von Württemberg und Schwaben vorübergehend auch gefrierender
Regen mit Glatteisgefahr. Darüber hinaus vielerorts Glätte durch
gefrierende Nässe.   

Am Mittwoch abnehmende Glatteisgefahr. Trotzdem auch tagsüber noch
stellenweise Glätte oder Glatteis durch gefrierende Nässe oder
gefrierenden Sprühregen.  

SCHNEE:
Von heute Abend bis in den Mittwoch andauernd in einem Streifen vom Emsland
über Ostwestfalen. Nordhessen und Thüringen bis nach Nordbayern und
Westsachsen Schneefälle. Dabei meist 1 bis 5, gebietsweise bis 10 cm
Neuschnee. Im stau der zentralen Mittelgebirge vereinzelt bis 15 cm in 1
bis 18 Stunden. 

Tagsüber zusätzlich zum Streifen Emsland zentrale Mittelgebirge zunächst
auch im Hochschwarzwald, ab dem Nachmittag zudem auf der Schwäbischen Alb
und im Allgäu aufkommender Schneefall, in der Nacht zum Donnerstag auf den
gesamten Süden und Westen sowie großen Teilen der Mitte ausbreitend.
Abgesehen vom Rhein- und Moseltal sowie dem äußersten Westen meist bis in
die Niederungen in Schnee übergehend. Dabei sind bei aller noch vorhanden
Unsicherheit 24-stündige Neuschneemengen von 1 bis 10, in Staulagen der
zentralen Mittelgebirge, dem Schwarzwald und dem Allgäu bis 15 cm
Neuschnee, lokal 20 cm nicht ausgeschlossen. 
 
FROST:
Kommende Nacht abgesehen vom Westen, dem Oberrheingraben und den Küsten
verbreitet leichter Frost zwischen 0 und -5 Grad.

Tagsüber in der Nordosthälfte gebietsweise leichter Dauerfrost um -1
Grad.

In der Nacht zum Donnerstag abgesehen vom Oberrheingraben und dem
äußersten Westen und Südwesten erneut verbreitet leichter Frost zwischen
0 und -5 Grad, im zentralen und östlichen Mittelgebirgsraum sowie an den
Alpen gebietsweise bis -8 Grad.

WIND/STURM
In den Hochlagen der Alpen mitunter stürmisch auffrischender Wind mit
(schweren) Sturmböen zwischen 75 und 100 km/h (Bft 9-10) aus südlichen
Richtungen.  

Ansonsten an der Nordsee bis Donnerstag frischender Ost-Südostwind bis 60
km/h (Bft 7), exponiert vor allem auf niedersächsischer Seite sowie auf
Helgoland bis 70 km/h (Bft 8). 



Detaillierter Wetterablauf:
Heute im Südosten heiter. Sonst überwiegend stark bewölkt oder bedeckt
und von Südwesten und Westen aufkommende Niederschläge, bis zum Abend die
Mitte erreichend. Vor allem in den Mittelgebirgen zeitweise gefrierender
Regen oder kräftiger Schneefall. Höchstwerte 0 bis 7 Grad, mit den
höchsten Werten am Oberrhein. Schwacher bis mäßiger, an der Nordsee
stark böiger Wind aus östlicher Richtung.

In der Nacht zum Mittwoch bedeckt, in der Westhälfte und über der Mitte
weitere Niederschläge, im Westen und Südwesten als Regen, vom Nordwesten
bis in die zentrale und östliche Mitte als Schnee. Im Übergangsbereich
teils gefrierender Regen. Sonst oft niederschlagsfrei. Tiefstwerte im west-
und südwestdeutschen Tiefland 3 bis 0 Grad, sonst frostig mit 0 bis -4
Grad. An der Nordsee sehr windig.


Am Mittwoch meist bedeckt. Im Nordosten und Südosten überwiegend
niederschlagsfrei, sonst gebietsweise Niederschläge, in tiefen Lagen des
Westens und Südwestens meist als Regen, sonst häufig als Schnee. Im
Bergland anfangs gefrierender Regen möglich. Erwärmung auf 0 bis 2 Grad
im Norden und Osten, sonst 2 bis 6 Grad. In der Nordosthälfte schwacher
bis mäßiger Ostwind, an der Küste mitunter stürmisch. In der
Südwesthälfte schwachwindig.
In der Nacht zum Donnerstag bedeckt. Im Nordosten und Osten, abgesehen von
vereinzelten schwachen Schneeschauern an der Ostsee, trocken. Sonst
gebietsweise leichte bis mäßige Schnee-, ganz im Westen im Tiefland auch
Regenfälle. Glättegefahr. Frostfrei entlang des Rheins. Sonst oft frostig
mit 0 bis -5 Grad.


Am Donnerstag erneut viele Wolken und gebietsweise Niederschläge, in
tiefen Lagen des Westens und Südwestens Regen, sonst Schnee. Nordöstlich
der Elbe meist trocken. Höchstwerte um 0 Grad in der Nordosthälfte, sonst
1 bis 5 Grad. In der Nordhälfte mäßiger Ostwind, an der Küste steife
Böen. In der Südhälfte schwachwindig.
In der Nacht zum Freitag stark bewölkt, allmählich meist nachlassende
Niederschläge. Tiefsttemperaturen zwischen 0 und -6 Grad.


Am Freitag neben dichten Wolken auch hier und da etwas Sonne.  Allenfalls
im Südosten noch ein paar Flocken, meist aber auch dort trocken.
Höchsttemperaturen -3 bis +2, im Westen und Südwesten in tieferen Lagen 3
bis 6 Grad. Schwacher bis mäßiger, im Norden mitunter frischer und an der
Küste stark böiger Ostwind. 
In der Nacht zum Samstag teils stark, teils gering bewölkt. Im Westen und
Südwesten Regen, örtlich Glatteisgefahr, ansonsten niederschlagsfrei.
Minima zwischen +2 am Nieder- und Oberrhein und bis -8 Grad im äußersten
Osten und an den Alpen.


Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach, Dipl.-Met. Marcel Schmid