WARNLAGEBERICHT für Deutschland

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Mittwoch, 07.01.2026, 14:45 Uhr

Von Westen nachts bis in die Mitte und den Süden leichter Schneefall,
windig, örtlich Schneeverwehungen, verbreitet Dauerfrost. Nachts im Osten
strenger Frost.

Entwicklung der WETTER- und WARNLAGE:

Deutschland gelangt zunehmend in den Einflussbereich atlantischer Tiefs
sowie deren Ausläufer. Dabei ist zunächst noch kalte Luft polaren
Ursprungs wetterwirksam. Ab Donnerstag strömt mildere Atlantikluft in den
Süden und Westen, während es im Norden und Osten kalt bleibt. 

SCHNEEFALL/SCHNEEVERWEHUNGEN:
Heute Nachmittag, am Abend und in der kommenden Nacht von Westen und
Nordwesten her auf die Mitte und den Süden übergreifend leichte
Schneefälle. In den meisten Regionen nur wenige Zentimeter Neuschnee, vor
allem in den Staulagen der westlichen Mittelgebirge gebietsweise 5 bis 10
cm in weniger als sechs Stunden. Am ehesten im Bergland sowie im
Nordseeumfeld Schneeverwehungen möglich!

Am Donnerstag zunächst vor allem im Norden, im Südwesten und Süden
weitere leichte Schneefälle, gebietsweise 1 bis 5 cm Neuschnee,
kleinräumig mehr. Nach vorübergehendem Abklingen am späten Nachmittag
und Abend im Westen und Süden wieder etwas intensivierende Niederschläge,
in tiefen Lagen Südwestdeutschlands teils in Regen übergehend.

FROST:
In der Nacht zum Donnerstag in der Nordwesthälfte leichter Frost zwischen
0 und -5 Grad, sonst mäßiger Frost bis -10 Grad, von der Neiße über das
Erzgebirge bis zum Alpenrand strenger Frost bis -15 Grad.

Am Donnerstag in der Nordosthälfte meist Dauerfrost von -6 bis 0 Grad. 

WIND:
Bis zum Abend bzw. in die Nacht hinein im Westen und Nordwesten sowie in
höheren Lagen der westlichen und zentralen Mittelgebirge sowie an
einzelnen Küstenabschnitten der Ostsee steife Böen bis 60 km/h (Bft 7),
in Hochlagen sowie auf den Nordseeinseln stürmische Böen bis 70 km/h (Bft
8), auf dem Brocken Sturmböen bis 85 km/h (Bft 9) aus südlichen
Richtungen.

Im weiteren Verlauf der Nacht allmählich abnehmender Wind, morgens
lediglich in den Kamm- und Gipfellagen einiger Mittelgebirge noch
stürmische Böen (Bft 8), auf dem Brocken Sturmböen (Bft 9).

Am Donnerstag zunächst noch abnehmender Wind, ab vormittags auch in den
Gipfellagen der Mittelgebirge keine warnrelevanten Böen mehr.
Spätnachmittags und abends im Hochschwarzwald sowie auf den Alpengipfeln
aufkommende Sturmböen (Bft 8 bis 9) aus Südwest bis Süd.

GLATTEIS:
Kommende Nacht im Westen zwar nachlassende, aber teils in Regen oder
Sprühregen übergehende Niederschläge mit lokaler Glatteisgefahr. 

Nächste Aktualisierung: spätestens Mittwoch, 07.01.2026, 21:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl. Met. Jens Winninghoff